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Wurfkiste selber bauen: Anleitung, Maße & Material

🕐 9 Min. Lesezeit·Aktualisiert 10. Juli 2026

Eine gute Wurfkiste muss nicht teuer sein — mit etwas Geschick baust du sie selbst und passt sie exakt an deine Hündin oder Kätzin an. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt dir die richtigen Maße, das passende Material, den wichtigen Welpenschutzrand und das Wärmemanagement, damit sich Mutter und Nachwuchs sicher fühlen.

🛠️ Warum selber bauen?

Eine selbst gebaute Wurfkiste lässt sich exakt an die Größe deines Tieres anpassen, ist oft günstiger als Fertigmodelle und kann mit herausnehmbaren Elementen mitwachsen. Wichtig ist nur, dass sie sicher, hygienisch und warm ist — Optik ist zweitrangig.

📐 Die richtigen Maße

Als Faustregel gilt: Die Kiste sollte so groß sein, dass sich die Mutter vollständig ausgestreckt hinlegen kann und Platz für alle Welpen bleibt — aber nicht so riesig, dass sich Welpen verkriechen und auskühlen. Orientiere dich an der Körperlänge deines Tieres plus etwas Reserve in jede Richtung. Die Wandhöhe muss verhindern, dass Welpen herausfallen, und der Mutter dennoch bequemes Ein- und Aussteigen erlauben.

🪵 Das passende Material

  • Robuste, unbehandelte oder gut versiegelte Holzplatten (leicht zu reinigen) oder abwaschbarer Kunststoff.
  • Keine giftigen Lacke oder Beizen — Welpen nagen alles an.
  • Rutschfeste, saugfähige Einlagen für den Boden (Halt beugt Gelenkfehlstellungen vor).
  • Rundstab oder Leiste für den Welpenschutzrand.

📋 Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • 1. Maße festlegen und Platten zuschneiden (Boden + vier Wände).
  • 2. Wände stabil und ohne scharfe Kanten verschrauben.
  • 3. Eine Wand niedriger oder mit herausnehmbarem/abklappbarem Einstieg gestalten.
  • 4. Welpenschutzrand (Ferkelschutzstange) rundum in einigen Zentimetern Höhe anbringen.
  • 5. Alles gründlich glätten, reinigen und trocknen lassen.
  • 6. Rutschfeste, saugfähige Einlage einlegen und Wärmequelle mit Rückzugsmöglichkeit einplanen.
💡Nicht vergessen: Der Welpenschutzrand ist kein Extra, sondern lebenswichtig — er schafft einen Freiraum, in den sich Welpen zurückziehen können, damit die Mutter sie nicht versehentlich an der Wand erdrückt.

🌡️ Wärme & Hygiene

Neugeborene können ihre Temperatur nicht selbst regulieren. Plane ein Wärmegefälle ein — eine Wärmequelle erwärmt einen Bereich, während die Welpen sich bei Bedarf kühler legen können. Halte die Kiste durch regelmäßigen Wechsel der Einlagen trocken und sauber; Feuchtigkeit und Keime sind der größte Feind kleiner Welpen.

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Häufige Fragen

Wie groß muss eine Wurfkiste sein?
So groß, dass sich die Mutter ausgestreckt hinlegen kann und Platz für alle Welpen bleibt — aber nicht so riesig, dass Welpen auskühlen. Orientiere dich an der Körperlänge plus etwas Reserve.
Welches Material eignet sich?
Robuste, unbehandelte oder gut versiegelte Holzplatten oder abwaschbarer Kunststoff. Keine giftigen Lacke, dazu rutschfeste, saugfähige Bodeneinlagen.
Wozu dient der Welpenschutzrand?
Er schafft einen Freiraum an der Wand, in den sich Welpen zurückziehen können — so werden sie nicht versehentlich von der sich hinlegenden Mutter erdrückt. Er ist ein Muss.
Wann sollte die Wurfkiste fertig sein?
Ein bis zwei Wochen vor dem errechneten Termin, damit sich die Mutter an den Ort gewöhnt und ihn als sicheres Nest annimmt.
Eignet sich eine selbstgebaute Wurfkiste auch für Katzen?
Ja. Katzen brauchen ebenso eine ruhige, warme, geschützte Kiste. Passe Größe und Einstieg an und stelle sie an einen ungestörten Ort.

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