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Trächtigkeit Woche für Woche begleiten

🕐 10 Min. Lesezeit·Aktualisiert 10. Juli 2026

Rund neun Wochen liegen zwischen Deckung und Geburt. Wer weiß, was in welcher Phase passiert, kann Ernährung, Bewegung, Tierarzttermine und Vorbereitung optimal abstimmen — und Warnzeichen früh erkennen. Hier die Trächtigkeit der Hündin Woche für Woche, inklusive der wichtigsten Alarmsignale.

⚖️ Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Anzeichen von Komplikationen wende dich an deinen Tierarzt.

Woche 1–2: unauffälliger Beginn

Nach der Befruchtung wandern die befruchteten Eizellen durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Äußerlich ist noch nichts zu sehen, das Verhalten bleibt normal. Ernährung und Bewegung bleiben in dieser Phase unverändert.

Wichtig: Auf Medikamente, Impfungen und ungeprüfte Präparate sollte jetzt nur nach tierärztlicher Rücksprache zurückgegriffen werden, da einige Substanzen die frühe Entwicklung stören können.

Woche 3: Einnistung

Gegen Ende der dritten Woche nisten sich die Embryonen in der Gebärmutterschleimhaut ein — ein sensibler Moment. Manche Hündinnen zeigen jetzt kurz eine leichte Übelkeit oder verhaltenen Appetit, ähnlich einer „Morgenübelkeit". Ruhe und Stressvermeidung sind in dieser Phase besonders wertvoll.

Woche 4: Bestätigung per Ultraschall

Ab etwa Tag 25 lässt sich die Trächtigkeit im Ultraschall sicher bestätigen und die Vitalität der Föten (Herzschlag) beurteilen. Das ist der beste Zeitpunkt für die Bestätigungsuntersuchung. Beginne nun, die Futtermenge behutsam an den langsam steigenden Bedarf anzupassen.

Woche 5–6: sichtbares Wachstum

Jetzt geht es rasant: Die Föten entwickeln Organe und Skelett, der Bauchumfang nimmt deutlich zu, das Gesäuge schwillt an. Der Energiebedarf steigt spürbar. Stelle auf energie- und nährstoffreiches Futter (oft Welpen- oder Zuchtfutter) um und verteile die Ration auf mehrere kleine Mahlzeiten, weil der wachsende Bauch weniger Platz pro Mahlzeit lässt.

Woche 7–8: Vorbereitung läuft

Die Wurfkiste wird eingerichtet, damit sich die Hündin an den Ort gewöhnt und ihn als sicheres Nest annimmt. Ein Röntgen in den letzten Tagen kann die Welpenzahl bestimmen — sehr hilfreich, um bei der Geburt zu wissen, ob alle Welpen geboren sind. Nestbauverhalten und zunehmende Ruhebedürftigkeit setzen ein.

Woche 9: die Geburt naht

  • Miss ab etwa Tag 58 zweimal täglich die Körpertemperatur — ein deutlicher Abfall kündigt die Geburt meist binnen rund 24 Stunden an.
  • Halte Geburtsbox, grammgenaue Waage und den Tierarzt-/Klinikkontakt griffbereit.
  • Sorge für Ruhe, Wärme und eine vertraute Umgebung.
  • Beobachte Appetit, Verhalten und Ausfluss aufmerksam.

Warnzeichen: wann zum Tierarzt

Kontaktiere während der Trächtigkeit umgehend tierärztliche Hilfe bei anhaltender Appetitlosigkeit, Fieber, ungewöhnlichem (z. B. eitrigem oder stark blutigem) Ausfluss, starker Apathie oder wenn du dir schlicht unsicher bist. Lieber einmal zu oft nachfragen als ein Problem übersehen.

Trächtigkeit im Zeitplan

Vom Decktag bis zum errechneten Geburtstermin: WurfDesk zeigt dir die Phasen, erinnert an Tierarzttermine und dokumentiert den Verlauf.

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Häufige Fragen

Ab wann sieht man die Trächtigkeit?
Deutlich sichtbar wird sie meist ab der fünften bis sechsten Woche. Sicher bestätigen lässt sie sich per Ultraschall bereits ab etwa Tag 25.
Wann sollte das Futter umgestellt werden?
Etwa ab der zweiten Trächtigkeitshälfte steigt der Energiebedarf. Dann schrittweise auf energiereicheres Futter umstellen und die Menge erhöhen, verteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten.
Ist ein Röntgen vor der Geburt sinnvoll?
Ein Röntgen in den letzten Tagen kann die Welpenzahl bestimmen — das hilft, die Geburt sicher zu begleiten und zu erkennen, ob alle Welpen geboren sind. Zeitpunkt und Notwendigkeit mit dem Tierarzt besprechen.
Was ist eine Scheinträchtigkeit?
Eine hormonell bedingte „gefühlte" Trächtigkeit ohne Deckung im Metöstrus: Die Hündin zeigt Nestbau, Milchbildung und Verhaltensänderungen. Meist reguliert sich das von selbst; bei starker Ausprägung hilft der Tierarzt.
Darf eine trächtige Hündin sich bewegen?
Ja, moderate Bewegung ist gut und hält sie fit. Vermieden werden sollten Überanstrengung, Sprünge, wilder Hundekontakt und riskante Situationen, besonders in der Spätträchtigkeit.

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