Trächtigkeit der Katze Woche für Woche
Die Tragzeit der Katze beträgt rund 63 bis 67 Tage. In dieser Zeit verändern sich Körper, Verhalten und Nährstoffbedarf der Kätzin deutlich. Wer den Verlauf Woche für Woche kennt, kann Ernährung, Tierarzttermine und die Vorbereitung auf die Geburt optimal abstimmen — und Warnzeichen früh erkennen. Dieser ausführliche Leitfaden begleitet dich durch die gesamte Trächtigkeit der Katze.
Woche 1–2: unauffälliger Beginn
Nach erfolgreicher Deckung wandern die befruchteten Eizellen in Richtung Gebärmutter. Äußerlich ist noch nichts zu sehen; das Verhalten bleibt normal. Der wichtigste erste Hinweis ist ein indirekter: Die Kätzin wird nach erfolgreicher Deckung nicht erneut rollig — bleibt die nächste Rolligkeit aus, ist das ein deutliches Zeichen.
Auf Medikamente und ungeprüfte Präparate sollte jetzt nur nach tierärztlicher Rücksprache zurückgegriffen werden.
Woche 3: das „Pinking-up"
Rund um die dritte Woche zeigen viele Kätzinnen das charakteristische „Pinking-up": Die Zitzen werden rosiger, größer und deutlicher sichtbar. Manche Kätzinnen fressen jetzt kurzzeitig weniger oder wirken etwas ruhiger und anhänglicher — Anzeichen, die an eine leichte „Morgenübelkeit" erinnern.
Woche 4: Bestätigung per Ultraschall
Ab etwa der dritten bis vierten Woche lässt sich die Trächtigkeit im Ultraschall zuverlässig bestätigen und die Vitalität der Föten (Herzschlag) beurteilen. Der Ultraschall ist die schonende Methode der Wahl und der beste Zeitpunkt für die Bestätigungsuntersuchung. Beginne nun, die Futtermenge behutsam anzupassen.
Woche 5–6: sichtbares Wachstum
Jetzt wird der Bauch runder, die Kitten wachsen rasch, das Gewicht der Kätzin nimmt spürbar zu. Der Energiebedarf steigt deutlich. Eine Umstellung auf hochwertiges, nährstoffreiches Futter — oft ein Kittenfutter mit hoher Nährstoffdichte — ist jetzt sinnvoll, verteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten, weil der wachsende Bauch weniger Platz pro Mahlzeit lässt.
Woche 7–9: Vorbereitung auf die Geburt
In den letzten Wochen richtest du eine ruhige, warme, zugfreie Wurfkiste an einem geschützten Ort ein. Katzen suchen instinktiv einen sicheren Platz — biete ihn rechtzeitig an, sonst sucht sich die Kätzin selbst einen, oft ungünstigen (Kleiderschrank, Bett). Nestbauverhalten, zunehmende Ruhe und das Aufsuchen der Kiste kündigen die nahende Geburt an. Ein Röntgen kurz vor dem Termin kann die Zahl der Kitten bestimmen.
Ernährung & Bewegung
Ausgewogene, hochwertige Fütterung ist über die gesamte Trächtigkeit wichtig — mit Steigerung in der zweiten Hälfte. Frisches Wasser muss immer verfügbar sein. Nahrungsergänzungen, insbesondere Kalzium, gehören nur nach tierärztlicher Rücksprache eingesetzt. Moderate Bewegung ist gut; riskante Situationen und Überanstrengung sind zu vermeiden.
Warnzeichen: wann zum Tierarzt
Kontaktiere den Tierarzt bei anhaltender Appetitlosigkeit, Fieber, ungewöhnlichem oder übelriechendem Ausfluss, starker Apathie, Erbrechen oder wenn du dir unsicher bist. Gerade bei einer erstgebärenden Kätzin gilt: Lieber einmal zu oft nachfragen als ein Problem übersehen.
Trächtigkeit im Zeitplan
Vom Deckdatum bis zum errechneten Geburtstermin: WurfDesk zeigt dir die Phasen und erinnert an Tierarzttermine — auch für die Katzenzucht.
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