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Erbkrankheiten & Gentests bei Katzen (HCM, PKD & Co.)

🕐 9 Min. Lesezeit·Aktualisiert 10. Juli 2026

Auch in der Katzenzucht lassen sich viele Erbkrankheiten heute gezielt vermeiden. Rassekatzen haben je nach Rasse eigene Risikoprofile — von der Herzmuskelerkrankung HCM bis zur Nierenerkrankung PKD. Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Erbkrankheiten, wie Gentests und Untersuchungen helfen und warum die Blutgruppe eine besondere Rolle spielt.

⚖️ Welche Tests für deine Rasse sinnvoll und vorgeschrieben sind, legen Zuchtverein und Tierarzt fest. Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine tierärztliche Beratung.

Die wichtigsten Erbkrankheiten im Überblick

  • HCM (hypertrophe Kardiomyopathie): Verdickung des Herzmuskels, eine der bedeutendsten Erbkrankheiten u. a. bei Maine Coon und Ragdoll. Neben Gentests ist der regelmäßige Herzultraschall wichtig.
  • PKD (polyzystische Nierenerkrankung): Zystenbildung in den Nieren, v. a. bei Persern und verwandten Rassen; per Gentest und Ultraschall erfassbar.
  • PRA (progressive Retinaatrophie): fortschreitender Netzhautabbau, je nach Rasse per Gentest testbar.
  • SMA (spinale Muskelatrophie) und weitere rassespezifische Defekte.

Frei, Träger, betroffen — Gentests deuten

Wie bei anderen Tierarten unterscheiden Gentests bei rezessiven Erkrankungen zwischen frei, Träger und betroffen. Die goldene Regel gilt auch hier: Zwei Träger derselben Mutation dürfen nicht verpaart werden. Ein Träger darf mit einem freien Tier verpaart werden — so bleibt wertvolle Genetik erhalten, ohne dass kranke Kitten entstehen. Bei dominanten Erkrankungen (wie einigen HCM-Formen) gelten andere Regeln — hier berät der Verein.

Nicht alles ist per Gentest abbildbar

HCM ist ein wichtiges Beispiel dafür, dass Gentests allein nicht reichen: Nicht jede HCM-Form ist genetisch testbar, und ein „frei"-Ergebnis schließt eine spätere Erkrankung nicht sicher aus. Deshalb gehört zur HCM-Vorsorge der regelmäßige Herzultraschall durch einen spezialisierten Tierarzt — Gentest und Untersuchung ergänzen sich.

Die Blutgruppe: ein katzentypisches Thema

Ein Thema, das es beim Hund so nicht gibt: Passt die Blutgruppen-Kombination der Elterntiere nicht zusammen, droht bei den Kitten die neonatale Isoerythrolyse. Deshalb gehört die Blutgruppenbestimmung beider Zuchttiere zur Planung, um gefährdete Verpaarungen zu erkennen und die Kitten zu schützen.

So verpaarst du gesund

  • Rassespezifische Gentests und Untersuchungen (HCM-Ultraschall, PKD) beider Elterntiere.
  • Nie zwei Träger derselben rezessiven Erbkrankheit verpaaren.
  • Blutgruppen-Verträglichkeit vorab prüfen.
  • Genetische Vielfalt erhalten — niedrigen Inzuchtkoeffizienten anstreben.

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Häufige Fragen

Was ist HCM bei Katzen?
Die hypertrophe Kardiomyopathie, eine Verdickung des Herzmuskels und eine der bedeutendsten Erbkrankheiten mehrerer Rassen. Zur Vorsorge dienen Gentests und vor allem der regelmäßige Herzultraschall.
Reicht ein HCM-Gentest aus?
Nein. Nicht jede HCM-Form ist genetisch testbar, und ein negatives Ergebnis schließt eine spätere Erkrankung nicht sicher aus. Deshalb ist der regelmäßige Herzultraschall zusätzlich wichtig.
Warum ist die Blutgruppe in der Katzenzucht wichtig?
Eine unpassende Blutgruppen-Kombination kann bei den Kitten die lebensbedrohliche neonatale Isoerythrolyse auslösen. Deshalb wird die Blutgruppe beider Elterntiere bestimmt.
Darf ein Träger in die Katzenzucht?
Bei rezessiven Erkrankungen ja — verpaart mit einem freien Tier entstehen keine betroffenen Kitten. So bleibt die genetische Vielfalt erhalten. Bei dominanten Erkrankungen berät der Verein.

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